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SMARTe Ziele - Wie formuliert man erfolgreich Ziele?

Jeder kennt das: Den Wunsch in einem schönem Haus zu wohnen, reich zu sein, ein glückliches Leben zu führen. Ständig sind wir konfrontiert mit Träumen und Zielen. Aber was unterscheidet sie? Was ist ein Traum und wann handelt es sich um ein Ziel? Ich möchte Sie einladen, sich ein Moment die Zeit zu nehmen … und diese Frage zu beantworten: Wie unterscheidet sich ein Traum von einem Ziel?

Manchmal sind die Träume so wahr, dass sie zu Zielen werden und ganz im Gegenteil, manche Ziele sind so unspezifisch und vage formuliert, dass sie nie erreicht werden. Wie aber formulieren wir die Ziele so, dass wir auch ans Ziel kommen und nicht nur ein Leben lang davon träumen?

Hierfür gibt es den SMARTen Weg. Was ist aber SMART? Wie genau funktioniert dieser Weg? Darum soll es in diesem Blog gehen.


Ein Ziel soll spezifisch sein.

Die Erzählung "Alice im Wunderland" bietet eine Metapher, welche an dieser Stelle sehr passend ist:

"Was würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?" fragte Alice. "Das hängt zum größten Teil davon ab, wohin du möchtest", sagte die Grinsekatze. "Ach wohin ist mir eigentlich gleich...", sagte Alice. "Dann ist es auch egal, wie du weitergehst", erwiderte die Katze.

Dieser kurze Ausschnitt zeigt: Wenn Sie nicht wissen, wohin Sie wollen – dann ist es auch egal, wie Sie weitergehen. Ohne klare Ziele laufen wir Gefahr, von Tag zu Tag zu leben, uns einfach nur treiben zu lassen, ohne jemals etwas zu erreichen.

In unserem Leben gibt es zahlreiche Beispiele dazu. Haben Sie schon mal gehört oder sogar selbst gesagt: Ich möchte mehr Gehalt haben. Was aber bedeutet eigentlich "mehr"? 5 Euro mehr, 50, 5 Tausend oder 5 Millionen mehr? Und mehr pro Tag, Monat oder im Jahr? "Mehr" ist so oder so relativ zu sehen. Für einen Sachbearbeiter sind 100 Euro mehr pro Monat sehr viel Geld. Für einen Geschäftsführer eines Großkonzernes ist dieser Betrag eher unbedeutend; "mehr" bedeutet für ihn eine ganz andere Dimension, hier geht es dann um Millionen Euro.

Ein spezifisch formuliertes Ziel würde hingegen so aussehen:

“Mein Ziel ist es, bis zum Ende dieses Jahres 3000 Euro mehr im Monat zu verdienen. Dafür werde ich

- drei zusätzliche Seminare besuchen,

- eine Stunde relevante Fachliteratur täglich lesen,

- mich für eine bessere Position bewerben und

mit meinen Vorgesetzten reden, damit diese mir helfen können, mein Ziel zu erreichen.

Letztendlich gehen Sie doch auch nicht in ein Restaurant und sagen der Bedienung: "Ich hätte gerne etwas zu essen!" Oder, wenn Sie in einem Reisebüro sind und ihren Urlaub buchen, antworten Sie auf die Frage, wohin Sie fliegen möchten, höchstwahrscheinlich nicht mit: "Es ist egal wohin, Hauptsache Urlaub!" Oder doch?

Dazu sollte das Ziel positiv formuliert werden. Als Beispiel wieder zurück in das Restaurant: Die Bedienung wird wenig bis gar nichts mit der Antwort – "Ich möchte heute keine Pizza, auch keinen Fisch und bloß nicht Gemüse!" – anfangen können und Sie sehr wahrscheinlich fragen, was Sie den stattdessen essen möchten. Sie sollten also Ihre Wünsche nicht nach dem Ausschlussprinzip formulieren, sondern klar sagen, was Sie möchten.


Ein Ziel soll messbar sein.

Messbar: Woran genau merke ich, dass ich das Ziel erreicht habe?

Ein Ziel ohne einen messbaren Output ist wie ein sportlicher Wettbewerb ohne Ergebnistafel. Stellen Sie sich einfach eine Fußball-Weltmeisterschaft ohne Ergebnisse vor. Wer würde denn dann Weltmeister werden? Woran wird das gemessen?

„Ich möchte 100 Seiten pro Woche lesen.“ ist deutlich messbarer als „Ich möchte mehr lesen.“

Beispiel für ein nicht-messbares Ziel: Ich will sportlicher werden.

Viel besser formuliert: Ich will 10 Kilometer in weniger als 50 Minuten laufen.


Ein Ziel soll attraktiv sein.

Die Zielerreichung muss für die Person, die das Ziel erreichen will, attraktiv und erstrebenswert sein. Hier steckt die Motivation drin, etwas für die Zielerreichung zu tun, ohne die ein Ziel bestenfalls ein Wunsch ist. Der Weg zu einem Ziel macht erst dann wirklich Spaß, wenn Sie echte Freude dabei empfinden. Machen Sie sich die positiven Auswirkungen klar und bauen Sie diese in Ihre Zielformulierung ein, kurz gefasst, gestalten Sie Ihre Ziele emotional.

Es sollen also im idealen Fall (wenn es denn auch Sinn macht) alle Sinne angesprochen werden (VAKOG). VAKOG steht dabei für visuell (=was wir sehen), auditiv (=was wir hören), kinästhetisch (=was wir fühlen), olfaktorisch (=was wir riechen) und gustatorisch (=was wir schmecken).


Ein Ziel soll realistisch sein.

Hier greifen wir wieder auf ein Zitat aus "Alice im Wunderland" zurück: "Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet."

Das Ziel ist am besten so formuliert, dass es mit eigenen Mitteln/Ressourcen realisierbar ist.

Ein Beispiel: Den Jackpot im Lotto zu gewinnen wäre eher unrealistisch, es ist uns selbst nicht überlassen ... sich also das Ziel zu setzen, den Jackpot zu gewinnen, würde wahrscheinlich schnell dazu führen, das Sie ziemlich bald damit aufhören, es zu versuchen.

Ein weiteres Beispiel für ein unrealistisches Ziel: Ich will 20 kg in einer Woche abnehmen.

Im Gegensatz dazu jetzt ein Beispiel für ein realistisches Ziel: Ich werde in einer Woche 1 kg abnehmen und so in 20 Wochen 20 kg abnehmen.


Ein Ziel soll terminiert sein.

Terminiert - backtracking (deutsch: Rückverfolgung)

Sich selbst eine Deadline zu setzen, ermöglicht unserem Unterbewusstsein das Konzept ans Laufen zu bringen, um das gewünschte Ziel zu erreichen.

Als eine Möglichkeit, sein Ziel zu terminieren, wenn man nicht weiß, an welches Datum in der Zukunft man seine Zielerreichung legen soll, ist das sogenannte Backtracking (Rückverfolgung) hilfreich. Es funktioniert - vereinfacht ausgedrückt - folgendermaßen: Ich möchte am 31.07.2014 in mein neues Haus umziehen. Was muss vorher alles erledigt werden? Was sind die realistischen Meilensteine rückwärts betrachtet? Wann muss der Umzug begonnen werden? Wann muss der Innenausbau abgeschlossen sein? Wann müssen alle Leitungen verlegt worden sein? Wann muss das Dach auf dem Haus sein? Wann muss der Keller fertig sein? Wann muss das Grundstück bereit sein? Wann muss der Kaufvertrag unterschrieben sein? Bis zurück zu einer der Ausgangsfragen bei der Planung und Zieldefinition: Was möchte ich für ein Haus haben und wo soll es stehen? Wie man sieht: Wir rechnen also rückwärts und je näher wir uns der ersten Frage nähern, desto mehr sehen wir, wann wir mit unserem Projekt beginnen sollten. Sollte sich herausstellen, dass die erste Frage schon 3 Monate in der Vergangenheit liegt, dann wissen wir, dass der 31.07.2014 nicht mehr realistisch ist; sollten wir aber noch 3 Monate Zeit haben, dann wissen wir, dass wir etwas Puffer für Unvorhersehbares oder Extrawünsche haben.


Weitere Zielsetzungs-Kriterien

Neben den SMART Kriterien, sollten Sie außerdem die folgenden Punkte bei Ihrer Zielformulierung beachten. Sie geben Ihrem Ziel den letzten Schliff.

Ich-Formulierung: Formulieren Sie Ziele, genau wie Affirmationen, immer in der Ich-Formulierung. Es geht um Ihr Anliegen und Ihr Leben. Bestätigen Sie sich selbst, dass Sie es sind, der dieses Ziel erreichen will. Unsere Formulierung lautet daher: "Ich will ab sofort nicht mehr rauchen."

Ökologie-Check: Überlegen Sie sich, ob Ihr Ziel ökologisch ist. Stellen Sie sich vor, wie es ist, wenn Sie das Ziel erreicht haben. Wie verhalten sich andere Menschen um Sie herum? Wie fühlen Sie sich? Was ändert sich in Ihrem Leben? Was werden Sie sehen, hören und fühlen?

Wenn Sie bei den Vorstellungen ein gutes Gefühl haben, können Sie guten Gewissens fortfahren.

Positive Formulierung: Formulieren Sie nur das, was Sie wirklich wollen. Positive Ziele sind klar formuliert und enthalten keine Negationen (Verneinungen). Ihr Unbewusstsein kann nur einfache Befehle aufnehmen und umsetzen.

Die endgültige Zielformulierung könnte wie folgt lauten: "Ich lebe jederzeit bewusst und gesund. Aus diesem Grund, fühle ich mich einfach fantastisch."

Zum Abschluss noch einmal zusammengefasst für was SMART steht:


S für situationsspezifische bildliche Vorstellung

M für messbare Ergebnisse und Meilensteine

A für attraktiv bzw. anziehend in den Bereichen Sehen, Hören und Fühlen

R für realistisch bzw. selbst herstellbar (realisierbar/erreichbar)

T für terminiert bei den Meilensteinen und dem Endergebnis


Gehen auch Sie den SMARTen Weg zu Ihrem Ziel.

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